Theater HAVARIE Zentrum für kreative Integrationsarbeit mit Kindern und Jugendlichen e. V.
 
  DARÜBER SPRICHT MAN NICHT
Ist der Typ mit ausgestopftem Bauch und überdimensionierten Schulterpolstern echt ein Mann? "Wie kriegen wir das raus? Wir zieh'n ihn einfach aus!" singen die anderen Schauspieler, und beginnen, den Kollegen auf der Bühne auszupellen. Die Kinder im Zuschauerraum des Lindenpark sind normalerweise zwischen sechs und zwölf, gestern sahen ausnahmsweise angehende Erzieher der Beelitzer Akademie für Sozial- und Heilberufe zu und fanden es genau so spannend. (…) Beim Spielen auf der Bühne darf dann über alles geredet werden, bekommen alle Körperteile Namen, die die Kinder zurufen dürfen, insofern richtet sich vieles nach dem Niveau der kleinen Zuschauer. Grundsätzlich wird alles mit viel Liebe und kindgemäß, aber nicht kitschig erzählt (…) hier gelingt dem Theater Havarie wirklich ein Kunststück.
Märkische Allgemeine Zeitung, 28.01.2011

(…) In der Neuinszenierung erweist es sich als ein frisches Spielstück mit vielerlei Überraschungen. Zwischen Bühne und Publikum gibt es nicht nur spannende szenische Untersuchungen: eine große Kiste, aus der ein Mensch steigt; eine mächtige, sehr sympathische Puppe, die nicht nur eine Puppe, sondern ein echtes "Baby" zur Welt bringt. In einem munteren "Mitspiel", einem frisch beweglichen Hin und Her zwischen Bühne und Publikum gibt es nicht nur spannende sondern auch vielerlei verständliche Informationen: Mädchen und Jungen, Mann und Frau, Zeugung und Geburt, Sexualität und Liebe, Offenheit und Scham - optisch und spielerisch vorzüglich aufbereitet. Also eine wichtige Ergänzung zur Sexualerziehung Optisch und spielerisch vorzüglich aufbereitet. Also eine wichtige Ergänzung zur Sexualerziehung
Berliner Lehrerzeitung, März 2011

PUBLIKUMSREAKTIONEN
„Das Stück hat mir gefallen, weil mir alles gefallen hat.“ Samantha,
(Schülerin, 9 Jahre)

„Ich war sehr angetan, wie hier auf altersgerechte und erfrischend unverfängliche Art das Thema Liebe und Sexualität den Kindern nahe gebracht wurde. Kinder, die über Sexualität Bescheid wissen, Fragen stellen dürfen, ermutigt werden, ihre Gefühle zu äußern, werden auch befähigt über schlechte Erfahrungen und unangenehme Gefühle zu sprechen und sind dadurch vor sexuellen Übergriffen besser geschützt. Und mein Eindruck war, dass das junge Publikum der Aufführung begeistert folgte.“
Dietmar Woidke (Innenminister des Landes Brandenburg)

„Die ständige Interaktion zwischen Bühne und Publikum hielt die Konzentration der Kinder bis zum Schluss aufrecht. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr in Zukunft regelmäßig bei uns auftreten könntet, um auch den dann neuen Kindern die Möglichkeit zu geben, Euer Stück zu sehen. Vielen Dank.“
Die Wilden 100 (Erzieher, Peter-Paul-Rubens-Schule)

„Ich habe gleich gemerkt, dass in der Puppe ein echter Mensch ist. Am besten fand ich, wie die Frau aus der Kiste kam.“
Jesse (Schüler, 10 Jahre)

„Nach dem Theaterstück konnten einige Kids ganz anders darüber reden und trauten sich die Geschlechtsteile zu benennen oder den Geschlechtsverkehr zu erklären. Ich glaube das Wettrennen der Spermien hat am meisten begeistert.“
Anne Deeken-Uhle (Lehrerin)

„Ich fand echt lustig, wie die sich echt theaternackt ausgezogen haben.“
Noah (Schüler, 8 Jahre)

„Optisch und spielerisch vorzüglich aufbereitet. Eine wichtige Ergänzung zur Sexualerziehung.“
HW. Nickel (Professor für Spiel und Theater)

  GUTEN TAG SCHÖNES LEBEN
Diese Alltagsgeschichte und ihre vielfältigen Hintergründe eindrücklich darzustellen, ist den Autoren und der Regie (Ingrid Ollrogge) überzeugend gelungen. Vlad Chiriac als Rico und Mareike Jaeger als seine Mutter spielen diese von der Arbeitslosigkeit gebeutelte Kleinfamilie mit genauer Figurenzeichnung und starken Gefühlen.... Schnell wird klar, wie dünn das Eis ist, auf dem sie sich bewegen und wie groß die Angst beider, an den Umständen selbst zu zerbrechen. Auch die besser gestellten Mitspieler Max und Paul lassen deutlich werden, was sich in nicht wenigen Schulklassen so oder ähnlich heutzutage abspielt."
Potsdamer Neueste Nachrichten, Februar 2008

Der Sarkasmus, den der Titel "Guten Tag Schönes Leben" ausstrahlt, ist so gesehen ein Hilferuf, der zu Recht stürmisch beklatscht wurde.
Märkische Allgemeine Zeitung, Februar 2008

Die beiden Autoren haben den Nerv getroffen mit ihrer Schilderung von Armut und deren Folgen in den Familien, in der Schule und in der Gesellschaft. Beeindruckende Dialoge der Mitspieler im Stück gehen unter die Haut. (…) Rico zerbricht an der familiären Situation. Er trinkt sich ins Koma. Damit endete das Stück und die Diskussion mit den jungen Zuschauern begann. Wie geht es weiter? Wird Rico aufwachen? Wird sich seine Situation und die seiner Mutter bessern? …
Südtondern Nachrichten, Oktober 2008


  DER JUNGE, DER UNSICHTBAR WURDE
Das neue Stück ...beginnt wie eine absurd-komische Familiengeschichte, wenn etwa die Mutter mit dem Sohn an der Hand zur Polizei geht, um ihn als vermisst zu melden; bald aber macht "Der Junge, der unsichtbar wurde" schneidend scharf deutlich, was Nicht-Beachtung anrichtet, wie das Gefühl "Ich bin Luft für die anderen" zu bedrückender Verlorenheit führt, wie lebensnotwendig wirklicher Kontakt ist.
Berliner Lehrerzeitung, März 2006

Das Stück... nimmt den Zuschauer mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Ausgefeilten, schnellen und teils witzigen Dialogen und den im stetigen Wechsel zwischen Rückschau und jetzt vorgetragenen Szenen stehen die bedrückend-beängstigenden Momente gegenüber, in denen Martin mit der Kalaschnikow in die Schule eilt.
Märkische Allgemeine Zeitung, Januar 2006


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